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Buchpreisblog2016

Dagmar Leupold über Erwartungen, Gelassenheit und Altersweisheit

Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren und veröffentlicht seit 1988 in regelmäßigen Abständen literarische Texte. Zuletzt erschien von ihr „Die Witwen“, ein Roman, der für die Longlist de Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt: zum Deutschen Buchpreis aber auch zu ihrem neuen Buch.

Leupold

Copyright: Volker Derlath

Erst einmal Glückwunsch dazu, dass Sie mit Ihrem Roman „Die Witwen“ auf der Longlist des Deutschen Buchpreis stehen – wie haben Sie von der Nominierung erfahren?

Danke! Telefonisch – ich war gerade am Strand in Apulien, als Anna Jung anrief.

Die Freude über die Nominierung war dann wahrscheinlich groß, oder?

Ja, ich habe mich sehr gefreut. Aber ein wenig Erfahrung und Altersweisheit haben mich gelehrt,  solchen Entscheidungen mit  verhaltener Freude zu begegnen.

Der Buchpreis ist jedes Jahr wieder von vielen Diskussionen geprägt: zu wenig Frauen, zu viel alte Autoren – verfolgen Sie diese Diskussionen? Und wie gehen Sie damit um?

Wirklich verfolgen – im Sinne von sehr ernst nehmen –  eher nicht; ich weiß, dass sich irgendwelche Dynamiken und Diskurse jährlich ergeben müssen, gewissermaßen als Gleitmittel und Treibstoff des Betriebs. Daran ist nichts verwerflich, aber man muss es eben mit der notwendigen Ironie betrachten.  Grundsätzlich ist aber schon festzustellen, dass es eine gewisse männliche Dominanz sowohl auf der Seite der Beurteiler wie auf der der Beurteilten gibt.

Sie standen mit Ihrem Roman „Unter der Hand“ vor drei Jahren schon einmal auf der Longlist des Deutschen Buchpreis – können Sie sagen, ob es damals etwas in Ihrem Leben gab, das sich nach der Nominierung verändert hat?

Eigentlich nicht. Ich hatte damals zu hohe Erwartungen – im Sinne von: Jetzt verändert sich alles -, daher bin ich sehr dankbar für die 2. Nominierung, die mir Gelegenheit gibt, meine neue Gelassenheit zu genießen!

Was bedeuten Ihnen Preise und Auszeichnungen überhaupt beim Schreiben?

Ich freue mich über die Anerkennung. Da ich selbst in einigen Jurys war, weiß ich aber auch, dass viele Entscheidungen Kompromisse zwischen unvereinbaren Positionen sind.

„Die Witwen“ ist ein Roman über vier Frauen, die strenggenommen eigentlich gar keine Witwen sind – was ist Ihr Hintergedanke bei dem Titel des Buches gewesen?

Ich hatte so viele Hintergedanken, dass es unmöglich ist sie hier aufzuzählen! Aber ein leitender Gedanke war der nach den Gedenkarten bzw. -formaten für Frauen (Helden sind männlich, Heldenfriedhöfe, Monumente etc.). Daher einmal Dodos Ausruf: Wo liegen die Witwen? Witwenschaft wäre dann so etwas wie ein Zustand der Beraubung. Und nicht zuletzt sind die vier „Witwen“ der Literaturgeschichte: Penelope, die auf Odysseus Wartende, Beatrice, die „santa figura“ bei Dante, Laura, die Untote bei Petrarca und Dodo (Aldonza), die Vorlage für die Dulcinea – doppelt fiktionalisiert – bei Cervantes.

Spannend finde ich auch den Untertitel des Buches – „Ein Abenteuerroman“: die vier Frauen in Ihrem Roman gelangen alle an einen Punkt, an dem sie unglücklich in ihren Leben sind. Einen Punkt, an dem sie auf- und ausbrechen wollen. Was glauben Sie, braucht man zum Glück und woran kann man merken, dass man mit dem was man hat, nicht mehr glücklich ist und sich neu erfinden muss?

Abenteuer – in der weiblichen Version  – hat mehr mit Ankunft (Advent/adventure) zu tun als mit Aufbruch, Heldentaten, Grals- und Glücksuche. Die Frauen kommend erzählend bei  sich an, obwohl sie ja eigentlich gestrandet sind und die Reise nicht der Rede wert ist. (Im Sinne von miles&more). Sie  sind nicht unglücklich, aber beklommen, weniger, weil sie sich neu erfinden müssen: Für mich müssen sie sich ich ihre eigene Geschichte und sich selbst übers Erzählen aneignen und diese selbst – genauso wie die ZuhörerInnen – bezeugen.

Seit 1988 veröffentlichen Sie in schöner Regelmäßigkeit neue Bücher – denken Sie bereits jetzt an Ihr nächstes Projekt oder verweilen Sie gerade noch ein wenig bei den „Witwen“?

Wie nach einer echten Entbindung erst mal Leere, Regeneration und Widmung ans Neugeborene!

Zur Rezension von „Die Witwen“:

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Erinnerungen an den Deutschen Buchpreis

Während wir uns an den letzten schönen Sommertagen schon fleißig an die Lektüre der nominierten Bücher gemacht haben und die nächsten Rezensionen bereits in Vorbereitung sind, wagen drei von uns auch noch einmal einen Blick zurück: Constanze, Sarah und Claudia denken darüber nach, was sie eigentlich mit dem Deutschen Buchpreis verbinden und welche nominierten Bücher ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind.


13879449_10210213672248851_5898182272446217021_nSarah Reul: Eines hat der Deutsche Buchpreis in den letzten zehn Jahren ganz sicher geschafft – er hat mir einige schöne, literarische Entdeckungen verschafft und es hat mich immer wieder gefreut, Autoren, die ich schon länger lese und schätze, auf der Longlist wiederzufinden. 2012 war für mich einer der stärksten Jahrgänge, denn hier dürfte ich drei sehr unterschiedliche Bücher lesen, die mich, jedes für sich, lange beschäftigt haben. Eine meiner liebsten Entdeckungen war sicherlich das Einlassen auf das Werk von Clemens J. Setz als er für „Indigo“ nominiert wurde und auf der Shortlist landete. Die Kurzbeschreibung sowie das erste Presseecho, was ich las, hatten mich nicht gerade ermuntert. Die Leseprobe hingegen sehr. Ich ließ mich darauf ein und habe es nicht bereut: Setz bricht ein wenig die „Literatur, die wir kennen“ auf – er arbeitet mit unterschiedlichen Textarten/Schriften/Zetteln/Notizen – (was mich zuvor abschreckte, spann im Roman den roten Faden) und man lässt sich auf eine wilde Geschichte ein, die einen Sog entwickelte, dem ich mich nicht entziehen konnte. Spannendes Spiel um Wahrheit, Erleben und geheimnisvoll – ob zum Schluss alle Fäden zusammenlaufen, vermag ich nicht zu sagen, aber das Buch hat es in sich! Er hatte mich durch seine neue Art, Literatur zu interpretieren überzeugt. Das Buch wagte etwas und trotzdem las es sich nicht anstrengend, sondern sehr fesselnd. Noch dazu ist es wunderbar gestaltet, innen und aussen. Zudem beeindruckte mich Michael Roes mit „die laute“. Die Geschichte einer gehörlosen Komponisten klang für mich schon so abstrakt, dass ich allein deswegen das Buch lesen wollte – und es hatte sich gelohnt. Die Leseprobe führte mich in eine der beiden Erzählstränge, die Gegenwart des Protagonisten, der versucht, sein Leben zu führen, seiner Begabung nachzugehen, seiner Musik und der damit mehr als einmal aneckt. Diese Episoden haben mir recht gut gefallen – was das Buch für mich aber wirklich sehr lesenswert machte, waren die Kindheitserinnerungen des Komponisten, die mich stark (und damit lehne ich mich sicher aus dem Fenster, aber gut) an Khaled Hosseinis „Drachenläufer“ erinnerten. Was für eine Sprache, was für eine Geschichte, ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mitgeträumt und eine mir fremde Welt fast berühren können, während ich lesend in ihr versank. Wirklich außergewöhnlich und ganz unbedingt eine Leseempfehlung von mir! Und nicht zuletzt barg die Longlist 2012 einen außergewöhnlichen Roman und letztendlich auch eine meiner liebsten Gewinnerinnen des Deutschen Buchpreises – Ursula Krechel mit „Landgericht“. Damals schrieb ich: Momentan stecke ich in diesem Buch fest. Und das ist nicht negativ gemeint. Es ist nur so, dass man Zeit und Ruhe zum Lesen braucht. Nach manchen Abschnitten muss ich das Buch einfach weglegen und verschnaufen, wirken lassen, drüber nachdenken. So liest es sich recht langsam, aber es brennt sich ein. Das Buch spielt in der Nachkriegszeit und die Atmosphäre belastet einen fast körperlich. Es verschafft mir sehr viel Stoff zum Nachdenken und ein ständiges innerliches „Gut, dass jemand sich damit auseinandersetzt – ein wichtiges Buch“-Nicken. Auch nachdem ich das Buch beendet hatte, hallte es lange nach. Seine reduzierte, sachliche Sprache, die dem Buch öfter angekrittelt wurde, war für mich das Besondere, das Wichtige: die schrecklichen Geschehnisse wirken, so völlig unverkleidet, um vielfaches stärker, bleiben beim Leser, nehmen einen gefangen. Auch das Erlebnis, Ursula Krechel selbst über das Buch sprechen zu hören, hat es für mich zu einem preiswürdigen Buch gemacht – als der Deutsche Buchpreis dann wirklich an sie vergeben wurde, habe ich gejubelt – die Auszeichnung ist sehr verdient!

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Claudia Pütz: Wenn ich noch einmal auf die Buchpreisträger der letzten Jahre blicke, dann erinnere ich einige sehr intensive und spannende Lektüren: Uwe Tellkamp hat mich in seinem Roman „Der Turm“ in die völlig bizarre Welt der DDR-Bürokratie eingeführt, Melinda Nadj Abonji hat in „Tauben fliegen auf“ erzählt, wie wichtig ein prestigeträchtiges Auto ist, wenn die Familie aus der Schweiz im Urlaub zurückkehrt in ihr Dorf in der Vojvodina, und wenn ich an Lutz Seilers „Kruso“ denke, dann habe ich unmittelbar den Blick aufs Meer vor Augen, den Leuchtturm, den Klausner – und steh gleich darauf in der Küche beim stundenlangen und auf höchste Effizienz getrimmten Abwasch, denn es gilt, das Fehlen von Geschirr durch Schnelligkeit beim Spülen auszugleichen.

Der Deutsche Buchpreisroman, der mich aber am meisten beeindruckt hat, ist Kathrin Schmidts Roman „Du stirbst nicht“. Dabei hängt Geschichten um bedrohliche Krankheiten und Tod, noch dazu, wenn sie deutliche Bezüge zum Leben der Autoren haben, der Verdacht an, es gehe auch um den Voyeurismus und das Mitleid des Lesers, der Autor trage quasi das eigene Leid zu Markte, versilbere es in besonders marktgängiger Form. Wenn aber diese Geschichte um Krankheit und Tod so gut erzählt ist, so literarisch eben, wenn im Lesen der Geschichte durch ihre Konstruktion und durch die Sprache weitere Ebenen identifizierbar werden, die weit über Diagnose und Behandlung und Bewältigung dieses Schocks hinausgehen, dann haben die Autoren doch einen Text erschaffen, der viel mehr kann als nur die traurige Story zu einer niederschmetternden Diagnose. Und so ist es in Kathrin Schmidts Roman. Da hat die Protagonistin Helene eine Gehirnblutung erlitten und wacht im Krankenhaus auf. Aber sie kann sich nicht erinnern, wo sie ist, was vor dem Schlafen war. Irgendwo klappert jemand mit Besteck und ihr fällt ein, wie die Mutter vor einer Hochzeit das Silberbesteck poliert hat. Ob hier gerade die Vorbereitungen zu einer Hochzeit stattfinden, fragt sie sich. Jemand spricht und nennt einen Namen. Helene weiß nicht, wie sie heißt, aber sie weiß, dass sie den genannten Namen nicht trägt, auch ein ganz anderes Geburtsdatum hat. In ihre Gedanken rutschen immer wieder englische Sprachfetzen, ihre Tochter wollte nach England reisen, erinnert sie sich. Offensichtlich versucht sie zu sprechen, denn ein Arzt meint, aus ihrem unverständlichen Gemurmel englische Wörter hören zu können. Helene ringt um ihre Erinnerungen, sie ringt um die Worte, sie ringt auch um das Sprechen. Und diesen Kampf erzählt Kathrin Schmidt anhand der Überlegungen, Reflexionen, Wahrnehmungen Helenes. Und zeigt beim Erinnern der eigenen Biographie, wie nebenbei fast, das Leben eines nicht ganz so angepassten Paares in der DDR, zeigt die Wendezeit, das Einrichten in den neuen Lebensumständen in dem neuen Land. Kathrin Schmidt zeigt in diesem Roman aber auch, wie sich da ihre Protagonistin ins Leben zurückkämpft, in die Sprache vor allem, die ihr als Schriftstellerin so wichtig ist, und ins Schreiben natürlich, das ihr so schwerfällt, und wie sie sich ohne jedes platte Selbstmitleid, sondern der üblen Behinderungen zum Trotz mit großer Würde, und manchmal auch gegen die durchaus unwürdige Behandlung im Krankenhaus, Schritt für Schritt ihr Leben zurückerobert. Und das erzählt sie so, dass die Sprache selbst diesen Prozess so anschaulich und lebendig begleitet. Kathrin Schmidts Roman ist zurecht mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. Es ist ein Roman, der nicht nur 2009 überzeugt, sondern auch heute noch, auch in zehn oder zwanzig Jahren. Für mich ist er einer der Buchpreiseromane, die mich am meisten überzeugt und beeindruckt haben.

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Constanze Matthes über einen stillen Begleiter und ein Schildchen auf dem Buchrücken:

Zugegeben, der Deutsche Buchpreis ist für mich bisher ein eher stiller Begleiter.; obwohl er in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit verlangt und erhält: zum Erscheinen der Long- und der Shortlist und  der späteren Bekanntgabe des Sieger. Ein Großteil des Literaturbetriebs verfolgt das Geschehen konzentriert und mit Spannung. Ich selbst habe in den vergangenen Jahren die Bücher der Nominierten nie bewusst gelesen, eher instinktiv – und mit Hilfe der Stadtbibliothek meines Wohnortes.  Titel, die nominiert waren und auch zum Bestand zählen, tragen eine besondere Markierung – auf dem Buchrücken ist ein  schlichtes „dbp“ aufgeklebt. Dank dieses eher schlichten Zeichens habe ich in den vergangenen Jahren Autoren und Werke entdeckt und kennengelernt, die ich wohl nicht gelesen hätte, aber zu bereichernden Leseerfahrungen geworden sind. Dazu zählen Bücher, die ich besonders mag wegen ihrer besonderen Geschichten, ihrer Sprache – so „Tauben fliegen auf“ von Melinda Nadj Abonji, die 2010 mit dem Deutschen Buchpreis geehrt wurde, oder Thomas Hettche mit „Woraus wir gemacht sind“ (Shortlist 2006). Einige der Autoren, die auf den Listen der vergangenen Jahre auftauchen, habe ich sehr zu schätzen gelernt, allerdings ohne Bindung an den Buchpreis. Wenn ein neuer Titel erscheint, wird er meistens gelesen. Das sind unter anderem Antje Ravic Strubel, Stephan Thome, Michael Köhlmeier und Uwe Timm.  Die Namen der Autoren bleiben eingeprägt in meinem literarischen Gedächtnis. Wie ein Lieblingssong, den man jeden Tag hört, oder ein Gericht, das man sehr oft isst; um es mit alltäglichen Beispielen zu erklären. Blicke ich auf die Liste, sehe ich auch alte Bekannte, die ich gelesen, die mir aber nicht als Nominierte oder gar Preisträger bewusst waren. Zu Romanen, die ich damals empfohlen habe und weiterhin empfehle, zählen der Preisträger von 2011, Eugen Ruge mit „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, der Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Saša Stanišić (Shortlist 2006), „Pazifik Exil“ von Michael Lentz (Longlist 2007) und „Nach Hause schwimmen“ von Rolf Lappert (Shortlist 2008) – neben einigen weiteren.  Zuletzt habe ich sehr gern gelesen und auch auf meinem Blog beschrieben: „Sieben Sprünge von Rand der Welt“ von Ulrike Draesner (Longlist 2014), „Berlin liegt im Osten“ von Nellja Veremej“ (Longlist 2013) und „Das Sandkorn“ von Christoph Poschenrieder (Longlist 2014).

Mit dem Buchpreisblog werde ich in diesem Jahr erstmals den Deutschen Buchpreis ganz bewusst begleiten. Nicht vergessen sind indes all jene Nominierten und Sieger der vergangenen Jahre. Sie weiterhin in Erinnerung zu behalten, auch Jahre nach dem Erscheinen, könnte bewusste Aufgabe der Blogger sein und ist sicherlich auch das eher stille Anliegen des Buchpreises über seine Wahrnehmung als Auszeichnung hinaus.


1473086742904Jetzt würde uns natürlich sehr interessieren, wer euer liebster Buchpreistitel ist? Welchen nominierten Titel habt ihr besonders gerne gelesen? An welchen habt ihr besonders gute Erinnerungen? Unter allen, die hier bis zum 23.09.2016 einen Kommentar hinterlassen, verlosen wir ein Longlist-Leseheft – damit könnt ihr  dann schon mal einen Blick auf die gegenwärtig nominierten Autoren werfen!

 

Deutscher Buchpreis: Ein Blick auf die Zahlen

10 Fakten über den Deutschen BuchpreisNachdem Constanze vergangene Woche bereits einen Blick auf die wichtigsten Fakten rund um den Deutschen Buchpreis geworfen hat, schaue ich mir heute nochmal die Zahlen und Statistiken an – bevor es dann bald mit den ersten Besprechungen losgehen wird! In diesem Jahr wird der zwölfte Buchpreisgewinner bekannt gegeben, damit jährt sich ein Preis zum zwölften Mal, der von Anfang an nicht nur begrüßt wurde, sondern auch immer umstritten gewesen ist. Ins Leben gerufen wurde er, um einen hochrangigen deutschsprachigen Literaturpreis zu schaffen – vergleichbar mit dem Man Booker Prize. Doch über den Sinn des Preises und die Auswahl der Bücher wurde von Beginn an diskutiert und auch in diesem Jahr reißen diese Diskussionen nicht ab. Der Journalist Wolfram Schütte sprach dem Deutschen Buchpreis sogar ab, ein Buchpreis zu sein – im Endeffekt sei er lediglich ein Marketingpreis. Es wird auch immer wieder darüber diskutiert, ob genug Frauen auf der Longlist vertreten sind. Ich habe mir aus diesem Grund mal ein paar Zahlen und Daten rund um den Deutschen Buchpreis angeschaut und bin dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

#1. Alte Bekannte auf der neuen Liste: In diesem Jahr stehen insgesamt 10 Wiederholungstäter auf der Longlist. Bodo Kirchhoff, Ernst-Wilhelm Händler, Katja Lange-Müller, Dagmar Leupold, Sibylle Lewitscharoff, Thomas Melle, Joachim Meyerhoff, Arnold Stadler, Peter Stamm und Thomas von Steinaecker standen bereits schon einmal oder sogar mehrmals auf der Longlist.

#2. Verkürzte und verlängerte Longlist: 2006 war das einzige Jahr, in dem 21 Romane nominiert gewesen sind, während 2008 das einzige Jahr war, in dem nicht 20 Titel auf der Longlist standen, sondern lediglich 19. Peter Handke war mit seinem Roman Die morawische Nacht nominiert worden, verzichtete aber auf die Nominierung, um seinen jüngeren Kollegen und Kolleginnen das Feld zu überlassen.

Ich freue mich für ‘Die morawische Nacht’ auf der Buchpreisliste. Aber ich möchte zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten, samt Respekt vor der ehrenwerten Jury.

#3. Frauenfrage: Auch wenn man das Gefühl haben könnte, dass die Frauen immer zu kurz kommen – auch in diesem Jahr wurden nur fünf Frauen nominiert – haben mehr Frauen den Buchpreis gewonnen als Männer. Was für eine Leistung! Das auffällige Fehlen der Frauen muss übrigens kein Versäumnis der jeweiligen Jury sein, sondern ein Problem, das bereits viel früher beginnt: in einigen Verlagshäusern scheinen einfach weniger deutschsprachige Frauen publiziert zu werden, als Männer.

Männer und Frauen

Geschlechter

#4. Erscheinungstermin: Ebenso spannend wie die Frage nach Männern und Frauen ist auch immer die Diskussion, ob Frühjahrsbücher vernachlässigt werden bei der Nominierung, weil die Herbstbücher bessere Chancen haben. Wenn wir mal einen Blick auf die Statistik werfen, dann wird deutlich, dass es vor allen Dingen der August zu sein scheint, der gute Nominierungschancen verspricht. Das Phänomen, dass ein Buch aus dem Vorjahr nominiert wurde, ist übrigens bisher eine Seltenheit und nur vereinzelt vorgekommen.

Monat

#5. Wie dick sollte es sein: Und wie schaut es eigentlich mit der Seitenzahl aus? Haben die dicken Wälzer bessere Chancen oder vielleicht doch eher die schmalen Bücher? Die Eindeutigkeit der Ergebnisse hat mich dann doch überrascht: die dicksten Bücher haben auch die besten Chancen – bisher hat zumindest noch kein Buch den Deutschen Buchpreis gewonnen, das weniger als 225 Seiten hat.

Dicke oder dünne Bücher

Seitenzahl

#6. Die Jungen und die Alten: Auch der Blick auf das Alter der teilnehmenden Autoren ist interessant – es sind zwar deutlich mehr ältere Autoren nominiert, doch dafür gehören die jüngeren Autoren auch immer wieder zu den Preisträgern.

Die Jungen und die Alten

Alter

#7. Fazit: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ – ihr kennt sicherlich alle diesen berühmten Satz, dennoch glaube ich, dass einem der Blick auf Zahlen und Daten auch manchmal spannende Dinge verraten kann. Vieles mag nur Zufall sein, bei anderen Punkten kann man zumindest klare Tendenzen erkennen. Was schließen wir daraus? Sollten nun nur noch Bücher im August und mit mehr als 313 Seiten veröffentlicht werden? Klar ist, dass Verlage sich keinen Buchpreisträger schnitzen können – dennoch wünsche ich viel Freude bei weiteren Gedankenspielen!

Deutscher Buchpreis 2016: Endlich steht die Longlist fest …

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Heute um genau 10 Uhr wurde sie endlich bekannt gegeben, die heiß herbei gesehnte Longlist und diese zwanzig Titel haben es auf die lange Liste geschafft:

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Von unserer gemeinsamen Favoritenliste haben es tatsächlich nur zwei Titel auf die Longlist geschafft – es darf also mit Fug und Recht behauptet werden, dass wir doch überrascht worden sind! Viele der Titel, die im Vorfeld ausgiebig diskutiert worden sind, finden sich dann doch nicht auf der Liste wieder. Das ist einerseits überraschend, andererseits ist es natürlich auch wunderbar, dass auf der Longlist nicht nur Bücher stehen, die wir eh alle schon gelesen und für gut befunden haben, sondern auch Bücher, die noch darauf warten entdeckt und diskutiert zu werden. Eine erste interessante Einschätzung aus dem Feuilleton gibt es von Andreas Platthaus, der auf das Fehlen bekannter Namen und Verlage verweist.

Der Deutsche Buchpreis wird in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen. Über Longlist, Shortlist und den Gewinner entscheiden in diesem Jahr folgende Jurymitglieder: Thomas Andre, Lena Bopp, Berthold Franke, Susanne Jäggi, Christoph Schröder, Sabine Vogel, Najem Wali. Ab nächster Woche liegen die Leseheftchen zum Deutschen Buchpreis, mit Ausschnitten aus den nominierten Titeln, in den Buchhandlungen aus!

Wie gefällt euch denn die Longlist? Seid ihr zufrieden? Welche Titel fehlen euch? Und welche davon wollt ihr gerne entdecken?

Deutscher Buchpreis 2016: Unser Favoriten-Check

Bis zur Bekanntgabe der Longlist sind es nur noch vier Tage, und die Spannung steigt so langsam. Wir freuen uns sehr über die vielen positiven Reaktionen auf unser gemeinsames Projekt. Leider gab es aber auch vereinzelt Irritationen und Verwirrung, deshalb würden wir hier gerne nochmal eines klarstellen: wir bloggen unabhängig vom Börsenverein und stehen in keinerlei Verbindung zu den offiziellen Bloggern des Deutschen Buchpreis. Wir wollen ausschließlich mit literarischen Diskussionen Buchpreise digital auf unserem Blog begleiteten und der Deutsche Buchpreis ist unser erstes gemeinsames Projekt.

Jetzt – finden wir – sollte es aber endlich an der Zeit sein, mal einen Blick auf eine mögliche Longlist des Deutschen Buchpreis zu werfen. Das Spekulieren macht doch am meisten Spaß, oder? Aus diesem Grund haben wir alle mal einen Blick in unsere Bücherregale geworfen und überlegt, was wir in diesem Jahr eigentlich an buchpreiswürdigen Büchern gelesen haben. Und das ist sie, unsere Favoritenliste:

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Die Favoriten von Tilman:

Thomas von Steinaecker – Die Verteidigung des Paradieses
Werden Zukunftsromane mit dem wichtigsten deutschen Preis für Literatur ausgezeichnet? Wahrscheinlich nicht, aber für einen Longlistplatz reicht es allemal, denn auch wenn Mutanten und verseuchtes Deutschland nicht klassische Themen für „anspruchsvolle Buchpreisliteratur“ sind, wenn jemand aus solchen Szenerien Literatur schaffen kann, dann Thomas von Steinaecker.

Christoph Poschenrieder – Mauersegler
Vor zwei Jahren stand Poschenrieder bereits mit „Das Sandkorn“ auf der Longlist und wurde allerhöchstens als Geheimtipp empfohlen, dabei haben seine Bücher alles was der Bildungsbücher sich von einem ausgezeichneten Buch auf dem Aktionstisch wünscht: unterhaltsame Literatur, die nicht platt ist; aber ein Buch über Alten-WGs wird zu unsexy sein, egal wie gut Poschenrieder ist. Schade!

Anna Katharina Hahn – Das Kleid meiner Mutter
Noch so ein Bildungsbürgerding: inzwischen ist man ja auch sehr selbstironisch, deswegen konnte man über Anna Katharina Hahns „Am Schwarzen Berg“ auch so herrlich schmunzeln und doch gab es ausreichend gesellschaftliche Probleme zu diskutieren. Solche gibt es in „Das Kleider meiner Mutter“ ebenfalls genug: Finanzkrise, Jugendarbeitslosigkeit, Generationenkonflikte. Hier schlummert sicher schon Potential für die Shortlist.

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Die Favoriten von Gerrit:

Thomas Glavinic – Der Jonas-Komplex
Mit „Der Jonas-Komplex“ setzt Glavinic seine Arbeit am literarischen „Ich“ fort und beweist, dass er in Sachen theoretischer Reflexion über das eigene Schaffen vielen seiner Kollegen weit voraus ist. Der Text ist eine kluge, unfassbar witzige Thematisierung der eigenen Person ohne jemals die Diskretion zu verlieren oder voyeuristisch zu werden. Und so steht am Ende fest: In jedem guten Schriftsteller sitzt ein Jonas-Komplex, denn nur wer Angst vor der eigenen Größe hat, ist in der Lage, über sich hinauszudenken.

Anja Kümmel – V oder die vierte Wand
Anja Kümmels „V oder die vierte Wand“ zeigt dem Leser eine Gesellschaft, die der Gegenwartssucht erlegen ist und das Gespür für die ständig präsente Vergangenheit verloren hat, selbst dann, wenn sie sich plötzlich in ihr verirrt hat. Vielleicht war selten in einer Zukunftsvision so viel Vergangenheit und so wenig Zukunft vorhanden wie in diesem Roman. Anja Kümmels Roman ist klug, unterhaltsam, rasant und sehr gegenwärtig mit bleibender Wirkung.

Jörg Magenau – Princeton 66
Jörg Magenaus „Princeton 66“ hat die analytische Schärfe einer wissenschaftlichen Arbeit, den lockeren Ton eines Essays und den Unterhaltungswert eines Romans. Der Autor hat deutlich Spaß daran, die Kauzigkeit des Personals herauszustellen, ohne dabei ihre literarische Bedeutung zu negieren. Denn so ist sich Magenau sicher: Ohne die Gruppe 47 wäre die BRD deutlich miefiger, unaufgeklärter und undemokratischer verfasst gewesen. Selten waren rund 200 Seiten Text so wichtig wie hier.

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Die Favoriten von Constanze:

Anna Katharina Hahn – Das Kleid meiner Mutter
„Das Kleid meiner Mutter“ ist ein facettenreicher Roman, der zugleich mit verschiedenen Textsorten spielt. Die Kombination aus Gesellschaftskritik an einer Zeit, in der die junge Generation ohne Perspektive ist, in ihrem Tatendrang ausgebremst wird, sowie einer geheimnisvollen Familiengeschichte erscheint eigenwillig und kontrastreich.

Joshua Groß – Faunenschnitt
Schon gestalterisch ist dieses Buch ein Ereignis. Der Roman vereint eine ungewöhnliche und teils rasante Geschichte mit großen Gedanken, in denen man innehalten kann. Groß’ Sprache liebt das Spiel mit den Grenzen und die Verweigerung jeglicher Schablonen ebenso; ein Buch, das andere Autoren Mut machen kann, die Grenzen im Schreiben zu überwinden und neue Formen zu finden.

Christoph Hein – Glückskind mit Vater
Das Buch ist sowohl Entwicklungsroman als auch eine facettenreiche deutsch-deutsche Chronik. Hein vereint in einem atmosphärisch-dichten Erzählstrom Ernst und Melancholie mit einem leisen Humor, Die Lebensgeschichte um Konstantin kann mehrere Generationen begeistern, egal ob mit ost- oder westdeutscher Biografie, und lohnt sich, eifrig diskutiert zu werden, um so auch gesellschaftlichen wie geschichtlichen Fragen nachzugehen.

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Die Favoriten von Claudia:

Katharina Winkler – Blauschmuck
Günter Grass sah die große Leistung der Literatur darin, dass sie nicht wegschaue, nicht vergesse, sondern das Schweigen breche. Genau das ist auch die große Leistung Katharina Winklers und ihres Debütromans „Blauschmuck“, dem sie die Anmerkung „Nach einer wahren Begebenheit“ voranstellt. Hier erzählt Winkler die Geschichte von Filiz, die in einem kurdischen Dorf aufwächst, heiratet, später mit ihren Kindern nach Österreich ausreist. Und sie erzählt vor allem von dem Ehe-Martyrium Filiz´, das erst nach Jahren endet, weil die Nachbarn in der neuen Heimat dafür sorgen, dass sie in ein Krankenhaus kommt und dann in einem Frauenhaus leben kann, als Yunus, der Ehemann, sie nicht nur, wie sonst üblich, geschlagen und vergewaltigt, sondern regelrecht zusammengeknüppelt hat.

Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran
Der Debütroman Shida Bazyars erzählt die Geschichte Behsads und Nahids, die als Kommunisten aus dem Iran des Ayatollah Khomeini fliehen müssen. Die vor einer angeblichen Urlaubsreise noch einmal durch die blaue Tür gehen, mit der Familie zusammen essen und sich nicht verabschieden können, weil niemand von der geplanten Flucht wissen darf. Bazyars Roman hat einen ganz aktuellen Bezug, auch wenn ihre Geschichte schon vor Jahrzehnten ihren Anfang gefunden hat. Der Roman zeigt uns Menschen, die fliehen und ein Leben in einem unbekannten Land mit einer fremden Kultur und einer ganz anderen Sprache beginnen mussten. Und dabei ist diese Geschichte auch zeitlos, kann sicherlich auf die Situation der gerade Flüchtenden übertragen werden und gilt so auch noch in dreißig Jahren.

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Die Favoriten von Tabitha:

Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran
Ein unglaublich vielschichtiges, poetisches Debüt mit ausgeklügelter Erzählperspektive, das gleichzeitig tagesaktuell und zeitlos ist und deshalb das Potenzial hat, auf längere Sicht relevant zu bleiben.

Philip Krömer – ymir oder aus der hirnschale der himmel
Philip Krömer ist schon beim open mike 2016 positiv aufgefallen, sein Debütroman ist so eindrucksvoll, weil er bereits jetzt eine eigene literarische Stimme gefunden hat und gekonnt mit intertextuellen Verweisen arbeitet, ohne den eigenen Stil aus den Augen zu verlieren.

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Die Favoriten von Sarah:


Juli Zeh – Unterleuten

„Unterleuten“ wurde vielfach als Gesellschaftsroman bezeichnet. Auch ich möchte mich dieser Bezeichnung anschließen, denn Juli Zeh porträtiert anhand eines kleinen Dorfes die Mechanismen einer ganzen Gesellschaft. Ihre Figuren sind fein herausgearbeitet und das Wechselspiel zwischen Schwarz und Weiß und den vielen Grautönen dazwischen beherrscht Zeh meisterhaft. Ich fände es sehr erfrischend, sie unter den Nominierten zu sehen, weil sie ein Werk geschaffen hat,welches eine vielschichtige Gesellschaft abbildet und welches sich noch dazu ausgesprochen kurzweilig lesen lässt.

Sylvie Schenk – Schnell, dein Leben
Bei Sylvie Schenk ist es die Knappheit, das Reduzierte, was den/die Leser*in fasziniert. Ein einzelnes Schicksal, über ein ganzes Leben verfolgt und nur die Quintessenz verbleibt. Auch der geschichtliche Hintergrund des Romanes bietet eine weitere, spannende Facette.

Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis
Das ist mein persönlicher „Schuss ins Blaue“ – mittlerweile habe ich aus so einigen Ecken Gutes über den Roman vernommen und Kirchhoff ist ja auch für den Deutschen Buchpreis kein Unbekannter. Leider liegt der Roman aus Zeitgründen noch ungelesen hier – vielleicht ändert sich das ja bald…

13094222_784922108319124_973737065519971274_nDie Favoriten von Mara:

Katharina Winkler – Blauschmuck
„Blauschmuck“ ist ein nur schwer zu ertragender wenn gleich auch sehr lesenswerter Roman, der von Liebe und Gewalt erzählt, von den Schrecken einer Ehe und einer viel zu frühen Heirat. Es ist ein Roman, der auf wahren Geschehnissen beruht und ein Text, der einen Platz auf der Longlist verdient hätte.
Nis-Momme Stockmann – Der Fuchs
„Der Fuchs“ ist eine beeindruckende Geschichte: ungewöhnlich, verspielt, vielschichtig und nebenbei auch noch hochspannend erzählt. Leider war es bereits für den Leipziger Buchpreis nominiert, aber wer weiß: vielleicht folgt noch eine weitere.
Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz
Strenggenommen ist „Panikherz“ natürlich kein Roman und doch hat mich der Text so begeistert, das ich dem Buch einen Platz auf der Longlist gönnen würde. Es gab bereits in den vergangenen Jahren den einen oder anderen autobiographischen Roman, der nominiert wurde – warum also nicht auch „Panikherz“.


Wir sind schon jetzt gespannt, wer es von den jungen Stimmen, den Debütanten und den alten Bekannten in diesem Jahr auf die Longlist schaffen wird. Und natürlich wollen wir auch wissen, ob ihr einen Favoriten habt. Welches Buch würdet ihr gerne auf der Longlist sehen? Welche Favoriten habt ihr? Was ist euer absolutes deutschsprachiges Lieblingsbuch in diesem Jahr gewesen? Habt ihr überhaupt schon einen buchpreisverdächtigen Roman gelesen?

Unter allen, die uns ihre Favoriten bis zum 23. August verraten, verlosen wir fünf Lesejournale von Leuchtturm, dort könntet ihr dann zum Beispiel alle eure gelesenen Bücher eintragen!1471588149261

Der Buchpreisblog startet!

buchpreisblogBuchpreis üben seit jeher eine Faszination in der literarischen Welt aus! Auch wir können uns davon nicht frei machen. Es ist jedes Jahr dasselbe: sobald die Longlist des Deutschen Buchpreis veröffentlicht wird, gibt es rund um die nominierten Titel angeregte Diskussionen. Genau bei diesen Diskussionen wollen wir alle gemeinsam einhaken: Mit unserem Buchpreisblog wird es in diesem Jahr eine zentrale Anlaufstelle geben, auf der nicht nur alle unsere Rezensionen der nominierten Bücher, sowie Interviews mit unterschiedlichen Menschen rund um den Buchpreis zu finden sind, sondern auch Porträts der einzelnen Autoren und eine Übersicht über ihre bisher veröffentlichten Bücher. Mit dem Buchpreisblog wollten wir für euch einen Ort schaffen, der leicht wieder auffindbar ist und an dem ihr euch alle hoffentlich auch in unsere Diskussionen miteinbringen könnt. Wir, das sind in diesem Fall:

Claudia Pütz von Das graue Sofa
Constanze Matthes von Zeichen & Zeiten
Gerrit ter Horst und Tabitha van Hauten von Zeilensprünge
Mara Giese von Buzzaldrins Bücher
Sarah Reul von Pinkfisch
Tilman Winterling von 54books

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Um auf dem Laufenden zu bleiben und keine Neuigkeit zu verpassen, solltet ihr euch unbedingt für unseren Buchpreisnewsletter anmelden, darüber werdet ihr mit allen Informationen versorgt. Richtig loslegen werden wir hier natürlich, wenn am 23. August endlich die Longlist veröffentlicht wird. Vorher stellen wir euch aber noch unsere eigenen Favoriten vor, ihr dürft gespannt sein – und ebenso gerne wollen wir natürlich erfahren, wer auf eurer persönlichen Longlist steht.

Wir wünschen euch und uns nun viel Spaß mit dem Deutschen Buchpreis und hoffen auf anregende und kontroverse Diskussionen auf unserem Buchpreisblog!

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